
Liebes Tagebuch, …
Nur schwer nostalgische Menschen schreiben noch mit Füllfederhalter ihre Moleskine-Tagebücher voll, selbst die Welle der sogenannten Befindlichkeits-Blogs ist seit Mitte des letzten Jahrzehnts deutlich abgeebt. Was bleibt, ist die immer ungenauere Grenzziehung zwischen Privatem und Öffentlichen – und die sich ständig erweiternden technischen Möglichkeiten.
Der »Autographer« der britischen Firma Oxford Metrisch Group (großartige Abkürzung übrigens: OMG) verfolgt einen angeblich intelligenten Ansatz: Als tragbare Kamera liefert er täglich einen visuellen Stream aus der Ich-Perspektive und bietet mannigfaltige Möglichkeiten der Verdichtung zu kleinen Lebensgeschichten. Taugt das was?























