05. Januar 2010 - 12:01 Uhr
Omnia i900 und Omnia II I8000 im Vergleich: Was hat er was er nicht hat? (Bildquelle: Trendpiraten)

Omnia i900 und Omnia II I8000 im Vergleich: Was hat er was er nicht hat? (Bildquelle: Trendpiraten)

2008 ist den Samsung Entscheidern sicherlich als das Jahr in Erinnerung geblieben, in dem sich überraschend ein Smartphone namens Omnia i900 zum Bestseller entwickelte und die Entscheidung gefällt wurde, den Großteil aller Multimediahandys als Touchscreen-Modelle auf den Markt zu bringen. Nun wurde neben den Serien-Spinoffs Omnia Lite B7300 und den Omnia Pros B7610 und B7330 der offizielle Nachfolger des Fulltouch-Evergreens unter dem Namen Samsung Omnia II I8000 auf den Markt gebracht. Trendpiraten hat den neuen Tausendsassa einem Vergleichstest unterzogen, um die Frage zu beantworten: Ist er besser als sein nach wie vor erhältlicher Vorgänger?

Kurze Antwort: Ja und nein.

Touchscreen als Erfolgsfaktor
Mehr als ein Jahr ist seit der Veröffentlichung von Samsungs Allstar-Touchscreen-Handy vergangen und ein Jahr ist in dieser Branche natürlich eine Ewigkeit. Am stärksten fällt dies bei der Reaktionsfreude des Touchscreens auf: Während das Ur-Omnia auf manches Antippen sehr störrisch oder überempfindlich (mit ungewolltem Doppeltipp) reagierte, gehorcht das I8000 nun beinahe auf jeden Fingerzeig und kommt damit dem Klassenprimus iPhone in Sachen Touchscreenannehmlichkeiten schon sehr nahe.

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Gute Bedienbarkeit auch für Dickfingerige
Die bessere Usability ist aber auch der Bedienoberfläche TouchWiz 2.0 geschuldet, welche durch größere und weiter auseinanderstehende Icons die Bedienung mit dem Finger erheblich erleichtert. Denn: Außer in den Tiefen der Untermenüs von Windows Mobile 6.5 oder im Umgang mit mancher Drittanbietersoftware muss niemand mehr mit eigentlich auf Stiftbedienung ausgelegten Schaltflächen des Microsoft Mobilbetriebssystems hadern.

Hosentaschengigant
Ein gewisser Nachteil des Omnia II liegt in dem neuen Formfaktor: Bedingt durch den überdurchschnittlich großen 3,7″ AMOLED-Bildschirm musste der Stammhalter in der Höhe um 6 Millimeter wachsen. Dafür tröstet der Bildschirm mit überragender Farbdarstellung und satten Kontrasten, die die des ersten Omnia und vieler anderer – auch aktueller – Mobiltelefone weit übertrifft. Auch wenn es nach wie vor irgendwie affig ist im Zug oder Flugzeug die Reisezeit mit dem Anschauen eines Blockbusters auf dem Handy zu überbrücken, erscheint es hier aufgrund Displaygröße und Darstellungsqualität schon eher vorstellbar.

Potenzierung der Möglichkeiten
Ansonsten gilt beim neuen Gerät das übliche “mehr”, das durch den zeitlichen Abstand der Vergleichsgeräte naturbedingt ist: Mehr Speicher (jetzt 8 GB intern, durch microSD-Karte um noch mal 32 GB erweiterbar), mehr Rechenpower (800 MHz, die manche Trägheit des Betriebssystems ausgleichen) und mehr Widgets (die sich jetzt auf bis zu 3 Startbildschirmen verteilen lassen).

Arbeits- und Freizeithandy
Samsung bewirbt das neue Smartphone als ideales Gerät für Leute, die ihr Handy sowohl für Business- als auch Unterhaltungszwecke einsetzen. Für Jobangelegenheiten bringt das “Windows phone” (offizieller Microsoft-Marketing-Slang) genau wie sein Vorgänger die mobile Version der Office-Suite mit – nur eben in der aktuellen Version, bei der wir keine auffällige oder produktivitätssteigernde neue Funktionen bemerkten. Die Einrichtung des Abgleichs mit einem Exchange-Server (oder auch Google Mail) über ActiveSync geht noch einen Ticken leichter von der Hand und so klappte es mit Push E-Mail auch auf Anhieb.
Für die Unterhaltung stehen bei beiden Omnias all die Angebote zur Verfügung, die für aktuelle Handys schon selbstverständlich geworden sind: Video- und Musikspieler, direkter Zugriff auf populäre Communitys, Spiele, usw. Beim Omnia II sieht all das etwas schöner aus, in der Tauschszene populäre Videocodecs wie DivX und Xvid werden unterstützt und die Bedienung geht auch dank Coverflow-ähnlicher Darsteller leichter von der Hand. Mobile Spiele sind aufgrund des kraftvolleren Prozessors auf dem Omnia II natürlich optisch opulenter und kommen so eher an mobile Spielkonsolen wie Sonys PSP heran (ohne deren Handling auch nur ansatzweise zu erreichen, was in der Natur der Sache liegt).

Wenn Omnia, dann welches?
Bleibt also die Frage: Lohnt für diejenigen, die mit einem Omnia liebäugeln, der Griff zum neuen Modell? Derjenige, der den großen und brillanten AMOLED-Bildschirm einzusetzen weiß, wird beim Omnia II einige “Aaahs” und “Ooohs” erleben und eher hier zugreifen. Wer hingegen ein solides Allrounder-Smartphone zum (inzwischen) günstigen Preis sucht und für den die allerneuesten technischen Funktionen nicht unbedingt kaufentscheidend sind, dürfte auch mit dem Ur-Omnia auf seine Kosten kommen. Auch deshalb, weil sich einige angenehme Features von Windows Mobile 6.5 wie der AppStore sowie der Cloud-Synchronisierungsdienst Microsoft My Phone auch auf Windows Mobile 6.1-Geräten wie dem Samsung Omnia i900 nachinstallieren lassen.

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– Was ist eigentlich AMOLED?

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11 Kommentare zu “Angetestet: Samsung Omnia II vs. Omnia i900”

Adomeit sagt:

Leider fehlt in der Berichterstatung, dass das i900 einen sehr üblen Produktionsfehler hat. Wenn das Handy mit aktivierter Tastensperre in den Energiesparmodus geht, kommt es in unregelmäßigen Abständen zu Störungen. Das Handy reagiert nicht mehr auf Anrufe und lässt sich auch nicht mehr einschalten. Nur durch einen Reset ist es dann wieder zu starten. Samsung ist außer Stande diesen Fehler zu beseitigen und verweigert Kunden aber auch einen Typenwechsel.

Meine Empfehlung: Finger weg von Samsung Omnia. Weder für den Business- noch den Privatbereich eine zufriedenstellende Qualität.

AND sagt:

Welche Firmwareversion hast Du denn drauf? Es gab seit dem Erscheinen mindestens 3 große Firmwareupdates. Auf dem OMNIA, dass der Redaktion zur Verfügung steht, tritt dieser Fehler auch im wochenlangen Dauereinsatz nicht auf und lässt sich auch nicht nach Deiner Fehlerbeschreibung reproduzieren.

Adomeit sagt:

Im Oktober 09 wurde das erste Mal eine neue Firmware aufgespielt, der Fehler war unverändert vorhanden. Dann wurde im November die Hauptplatine getauscht und die Firmenware upgedatet, der Fehler blieb. Nach Intervention im Mediamarkt erhielt ich endlich ein neues Handy. Aber auch hier trat der Fehler wieder auf. Nun könnte ich es natürlich erneut einschicken, aber ich sehe nicht, dass das Problem vom Samsung Kundendienst in den Griff zu bekommen ist. Folgende Einstellung führen zu dem Fehler: Tastensperre mit rechter unterer Taste aktivieren und dann warten, irgendwann steigt das Handy sicher aus. Dann reagiert es nicht mehr, obwohl der Anrufer ein Freizeichen erhält, das Handy schweigt und anschalten lässt es sich auch nicht mehr.

Roman Lens sagt:

Adomeit halt vollkommen recht, denn dieser fehler ist mir auch aufgefallen und häufiger passiert. Ich habe mich oft in die Arbeit verspätet, da ich mein omnia als wecker benutze. Wenn dann aber in der nacht dieser fehler auftretet klingelt das handy nicht mehr. hoffentlich kommt bald ein firmware update und dieser fehler wird schnellstmöglichst beseitigt. MFG

AND sagt:

Habt ihr das Handy über einen Provider gekauft? Meines ist Open Market und ich bekomme den von Adomeit beschriebenen Fehler auch mit Tastengewalt nicht reproduzieren können. Oder anders gefragt: Welche Firmware-Version habt ihr? (die FW unterscheidet sich nach Provider)

math sagt:

Hallllo ich brauche hilfe !!!

I habe bei meinen omnia auf werkeinstellungen zurückgesetzt
und dann beim neustarten hängt es sich beim ausrichten vom bildschirm auf.

Reseten hilft nichts!

mathias sagt:

Hallo Math,

das Problem haben scheinbar zahlreiche Omnia-Nutzer (ich hatte es vor ca. drei Wochen auch). Der Samsung-Support meinte, neueste Firmware installieren – wenn das nicht Hilft (wie es bei einem Großteil der Leute ist) muss das Handy eingeschickt werden. Ich hatte meins nach drei Tagen zurück mit einem neuen Display.

AND sagt:

Hallo Mathias,

hat man Dir gesagt, woran es gelegen hat? Klingt ja eigentlich eher nach einem Soft- als einem Hardwareproblem.

Interessiert den
AND

mathias sagt:

Hallo AND,

auf dem Rep-Bericht steht nur “Fehler gefunden und Fehler behoben”. Man kann halt sehen, dass das Display getauscht wurde. Das Internet ist voll von Beiträgen in denen die Leute über fehlerhafte Displays klagen. Läuft aber alles auf Garantie.

TheSession sagt:

Hi @ all,…

also ich habe auch das OMNIA i900 und ich habe sobald es nen update gab es gezogen und gefahren,… ich hatte bis her einmal probleme weil es abgestürzt ist woran es lag wer weiß,… !!!

Bin bis jetzt super zufrieden mit dem i900 und benutze es privat wie auch im beruf und kann nur sagen TOP 100%.

Was ich aber eher wissen würde ist was sind die genauen technischen unterschiede von beiden geräten ???

Weil die Samsung seite im vergleich der beiden geräte nicht vollständig und daher kaufe ich auch nicht.

LG TheSession

AND sagt:

Hallo,

die Unterschiede zwischen i900 und I8000 bestehen nicht nur in der Benennung. Tatsächlich haben Omnia und Omnia II außer dem Namen nicht mehr viel gemein. Omnia I hat als Betriebssystem Windows Mobile 6.1 während auf dem I8000 Windows Mobile 6.5 zum Einsatz kommt, welches recht gut an die Bedienung mit dem Finger angepasst ist. Die Kamera liefert in Hinblick auf Schärfe und Farben deutlich bessere Ergebnisse, die man auf dem größten Kaufargument des I8000 – seinem sehr brillanten AMOLED-Display – sehr schön betrachten kann. Während das Omnia i900 noch eines der ersten Touchscreenhandys war, hat Samsung in der Zwischenzeit einiges dazugelernt. Das I8000 lässt sich deutlich besser bedienen, Fehleingaben sind seltener geworden, auch wenn das Omnia II nach wie vor mit einem resistiven Touchscreen auskommen muss (bedingt durch die Anforderungen von Windows Mobile).
Kurzum: Ein Wechsel auf das deutlich modernere Omnia II kann sich je nach Einsatzszenario durchaus lohnen.

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