Die Macher hinter dem gleichnamigen Opensource Smartphone Openmoko stellen jetzt mit WikiReader ein zweites, vielversprechendes Projekt auf die Beine. Wikireader ist ein kompaktes, batteriebetriebenes Mobile-Device mit monochromen Touchscreen. Auf einer MicroSD-Card hält es über 3 Mio Artikel aus der offenen Enzyklopädie Wikipedia vor.
Bei der Entwicklung des WikiReaders achteten die Macher auch verstärkt auf Umweltaspekte. So wurde eine recht leistungsschwache und daher batterieschonende CPU verwendet. Daher kommen auch günstige AAA-Batterien anstatt kostspieliger Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Ebenso verzichtete man auf die Verwendung von Farbe im Herstellungsprozeß.
Die Bedienung des WikiReaders erfolgt mittels Touchscreen sowie dreier Buttons auf der Gehäusevorderseite. Bilder stellt das Gerät nicht dar. Im amerikanischen Onlineshop von Amazon bereits für $99,- erhältlich, ist über eine etwaige geplante deutschprachige Version des WikiReaders auch von Herstellerseite aus noch nichts zu erfahren. Da aber Openmoko auch diesmal nur auf Opensource Software setzt und in der kommenden Woche den gesamten Quellcode veröffentlichen wird, muss der deutschsprachige WikiReader ja nicht unbedingt auch von Openmoko kommen.
Weitere Bilder nach dem Break.


























14. Oktober 2009 um 13:24 Uhr
Da stellt sich natürlich auch gleich die Frage: Braucht man so ein Ding in Zeiten, in denen man mit fast jedem Handy zu vertretbaren Gebühren auf die Wikipedia-Website zugreifen kann? Wer will schon ein Kästchen _zusätzlich_ in der Tasche herumtragen, die nur leidlich mehr kann, als die Lagerbestände von 10 Jahre alten Palms abzutragen? Aber irgendeine wohlmeinende Oma wirds schon ihrem Enkel unter den Weihnachtsbaum legen.
14. Oktober 2009 um 16:44 Uhr
Es gibt wohl noch viel mehr Leute ohne mobilen Internetzugang als mit.
Aber selbst ich mit UMTS Flat und iPhone. Was ist, wenn ich mal Deutschland verlasse? Richtig, Schluss mit vertretbaren Preisen für die Internetnutzung.
15. Oktober 2009 um 01:13 Uhr
@Harald Noth: Meine Prognose ist dennoch, dass man das Ding nicht dabei haben wird, wenn man einmal auf akut zu füllende Wissenslücken stößt. Das Handy schon eher. Der “WikiBoy”namens WikiReader bringt daher nur dann was, wenn man ihn bewusst zum Lernen auf eine Zugfahrt oder in ein absehbar langweiliges Wochenende mitnimmt.
16. Oktober 2009 um 15:17 Uhr
Ich denke auch, dass in Zeiten der mobilen Internetzugänge via Handy, so ein Gerät nicht gerade an Überfluss gewinnen wird, zumindest in Deutschland.
Scheint aber wohl auch praktisch zu sein, weil man nicht erst die Wiki-Seite aufrufen muss, sondern gleich drauf lostippen kann.
Wie ich richtig verstanden habe, benötigt man hierfür dann auch keinen Internetzugang, sondern die Artikel sind bereits gespeichert, d.h. das Teil kann man überall verwenden, auch im Ausland.