15. Juni 2009 - 19:06 Uhr
Schneller als die anderen: Samsung Jét S8300

Schneller als die anderen: Samsung Jét S8300

Bei der Einführung seines neuen Flagschiff-Handys will Samsung offenbar nichts dem Zufall überlassen und geht nun zusätzlich zu Standard-Werbemaßnahmen den Weg über PR-seitig ausschlachtbare, (halb-) öffentliche Releaseveranstaltungen. So wurde schon vor einigen Wochen die Website samsungunpacked.com geschaltet und an wichtige traditionelle Medien und Blogs kommuniziert. Außer einem Countdown auf den 15. Juni, 19 Uhr, der Info, dass die Enthüllung zeitlich gleichgeschaltet in London, Dubai und Singapur sowie über die Website, Facebook und Twitter stattfände und einem Röntgenbild, bot die Seite keinerlei greifbare Infos zu dem auszupackenden Prachtstück.

Nun ist das Handy seit wenigen Minuten aus dem Sack: Die zuvor angekündigte „Fast performance at your finger tips“ steckt im neuen Fulltouchscreen-Handy Samsung Jét S8000. Optisch auffälligstes Merkmal ist sein brillantes 3,1“-AMOLED-Display, das ansehnliche 400 x 800 Pixel (WVGA) darstellen kann und sich dafür als Videomaschine für öde Bahnfahrten anbietet. Doch seinen Namen verdankt es seiner bei Seriengeräten bisher unerreichten Rechenleistung, die deutlich flüssigeres Arbeiten und Spielen mit dem Handy verspricht. Im Innern werkelt ein Prozessor mit einer Taktrate von enormen 800 MHz (Zum Vergleich: Der 6510-Prozessor im seinerzeit bahnbrechenden Commodore 64 werkelte in der PAL-Version mit einer Taktfrequenz von 0,985248 MHz). Samsung verspricht, dass Jét rund 30 Prozent schnelle arbeite als vergleichbare Geräte auf dem Markt.

Das aufgeräumte Menü, das sich durch Drücken des zentralen Bedienelements  "Cube" aufrufen lässt.

Das aufgeräumte Menü, das sich durch Drücken des zentralen Bedienelements Cube aufrufen lässt.

Zu den weiteren Funktionen des angenehm unaufgeregt gestalteten Touchscreen-Handys mit dem „Cube“ als zentralem Bedienelement gehört ein über die überarbeitete TouchWiz-Benutzeroberfläche ansprechbarer Multi-Tasking Manager, der es Nutzern erlaubt, zwischen bis zu sieben gleichzeitig laufenden Anwendungen hin- und her zu wechseln. Dank Unterstützung von Exchange ActiveSync kann das 11,9 mm flache UMTS-Telefon als eines der ersten Samsung Handys von Hause aus etwas mit Push-Emails anfangen.

Ein multimediales Unterhaltungspaket aus Netzzugang über den neuen Samsung Webbrowser Dolfin (datenbeschleunigt über HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s oder über WLAN), Audio- und Videoplayer mit Multicodec-Unterstützung (inkl. der für Downloader so wichtigen Videokompressionsformate DivX und Xvid), 5-Megapixel-Kamera mit GPS für Geo-Tagging, Lagesensor, TV-Ausgang, 3,5 mm Klinkenbuchse zum Anschluss hochwertiger Kopfhörer, Widgets und microSD-Steckplatz (bis zu 16 GB) runden die Ausstattung ab. Als Betriebssystem kommt das proprietäre, Samsungeigene OS zum Einsatz, das stabile Laufeigenschaften, aber eine schwere nutzerseitige Erweiterung um weitere Programme verspricht.
Das Jét S8000 soll übrigens auch in einer funktional nicht beschnittenen Ausführung des GPS-Moduls auf den Markt kommen. Diese erlaubt dann neben der Ortsmarkierung von Bildern auch richtige Navigationsführung von A nach B. Das Samsung Jét S8000 soll für 499 Euro ohne Navigation und 549 Euro mit Navigation erhältlich sein.

Stolze Besitzer des Hosentaschenüberschallfliegers können sich darüber freuen, das rechenschnellste Handy ihr eigen zu nennen – zumindest so lange, bis Toshiba irgendwann im Laufe des Sommers sein auf dem Mobile World Congress vorgestelltes TG01-Smartphone auf den Markt bringt. Dessen Snapdragon-CPU ist auf sportliche 1 GHz getaktet. Gut, dass es so neben der Megapixelzahl noch eine weitere Kennziffer gibt, bei der sich die Handyhersteller ein Rennen liefern können.

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2 Kommentare zu “Samsung enthüllt Jét S8000”

babulski sagt:

Nun schon raus damit – kannst es ruhig sagen/schreiben: iPhone-Killer.
Hach, jetzt geht’s mir schon viel besser … ;-)

Alexander Kloos sagt:

Das Samsung Jét S8300 ist top, wäre gut, wenn die älteren Modelle spührbar im Preis fallen würden! Dann kann man auch mal wieder sich ein ‘neues’ Handy zulegen, ohne all zu viel Grundgebühr – immerhin steht die Wirtschaftskrise vor der Tür!

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