
Spielt nicht nur Underwater Love: Memups wasserdichter Musikspieler Kanyon
Gerade noch auf Trendpiraten vorgestellt, schon getestet: Die französische Firma Memup stellt mit dem „Kanyon“ rechtzeitig zur gerade beginnenden Bade- und Wassersportsaison einen wasserdichten MP3- und WMA-Player vor. Wir haben ein Exemplar ergattert und wollen doch gleich mal schauen, was das Gerät so hergibt.
Angesichts einer Hersteller-UVP von 59,99 EUR würde man sich die Verpackung (als Blister ausgeführt) gleich etwas hochwertiger wünschen, aber angeblich zählen ja die inneren Werte. Da hat der Neuzeit-Walkman in den beiden erhältlichen Versionen mit zwei und vier Gigabyte Speicherkapazität immerhin genug Platz zu bieten, um mit etlichen Musikstücken beladen zu werden.
Das Gerät selbst erinnert ein bisschen an eine Mini-Kamera aus dem Spionage-Versandhandel: An der schwarzen, korrosionsgeschützt eloxierten Metallröhre mit einem Durchmesser von knapp zwei Zentimetern und einer Länge von etwa 6,5 Zentimetern lugt am einen Ende ein Kabel heraus, das in einer 3,5mm Klinkenbuchse endet. Am anderen Ende, wo man die Optik der Kamera vermuten könnte, sind die Bedienelemente zu finden. Ganze vier Tasten hat man dem Gerät spendiert, die meisten daher mit Mehrfachbelegung. Das Tastenfeld besteht aus einer in einen Kunststoffring eingelassenen Gummischicht mit erhabenen, aber recht kleinen Tasten. Die Bedienung der Tasten geht einigermaßen gut von der Hand (auch wenn man beim Outdoor-Einsatz vielleicht mehr Probleme haben könnte, die richtige Taste zu erwischen). Ein Tastendruck wird durch ein hörbares (mechanisches) Klicken bestätigt, das taktile Feedback ist eher dürftig. Über den Kopfhörer-Ausgang wird bei einem Tastendruck kein zusätzliches akustisches Signal gesendet, man muss sich also auf seine Finger verlassen.

Kanyon hält laut Hersteller Memup Tauchgänge bis 3 Meter tiefe und 3 Stunden Dauer aus.
Der Player wird durch einen Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt, der über einen mitgelieferten USB-zu-Klinke-Adapter aufgeladen wird. Auf diesem Weg wandern ebenfalls die Daten in den geräteinternen Speicher. Beim Anschluss an den PC oder Mac fallen gleich noch zwei weitere Dinge auf: Das Tastenfeld hat einen transparenten Bereich, der von einer LED in mehr oder weniger schickem Hellviolett hinterleuchtet wird und – viel erfreulicher – auf dem internen Speicher findet sich eine deutsche Bedienungsanleitung im PDF-Format, die über eine HTML-Datei aufgerufen werden kann. Dem Gerät liegt zwar eine Kurzbedienungsanleitung bei, diese ist aber zumindest der deutschen Sprache nicht wirklich Herr geworden.
Musikstücke lassen sich relativ zügig aufspielen, auch die Handhabung ist so, wie sie zu erwarten ist: Das Gerät meldet sich als Laufwerk, die Musikstücke werden per Drag ‘n Drop kopiert, fertig. Die Klangqualität – ob mit den mitgelieferten Ohrbügel-Kopfhörern oder auch anderen – entspricht dem gängigen Standard und ist für den Sport im Freien durchaus geeignet. Den Kopfhörern wurden vom Hersteller noch Ohradapter in zwei weiteren Größen mit auf den Weg gegeben, damit auch nichts rutscht und wackelt. Als weiteres Zubehörteil steckt noch eine Armbinde mit im Blister, mithilfe derer der Player am Oberarm fixiert werden kann. Als nettes Detail der Armbinde lassen sich auch die Kopfhörer im aufgewickelten Zustand mit einem Klettverschluss-Riemchen befestigen, damit sie nicht störend herumbaumeln.

Memup schnürt zum Kanyon ein ordentliches Zubehörpaket mit allen nötigen Steckern und Armgurt.
Zum Schluss möchte ich noch ein Geheimnis lüften, über das sich in einigen anderen Berichten und Kommentaren zum Kanyon schon der Kopf zerbrochen wurde. Demzufolge verringert sich die vom Hersteller mit 13 Stunden angegeben Laufzeit beim Betrieb unter Wasser auf nur 3 Stunden. Auf eine gewisse aber recht finale Art ist das zwar richtig, doch anders ausgedrückt sieht das so aus: Das Gerät entspricht der IP-Norm X8 und ist damit zum Betrieb unter Wasser geeignet, sofern der Anwender die vom Hersteller gemachten Vorgaben berücksichtigt. Hier sagt Memup ganz einfach „3 Stunden bei bis zu 3 Meter“. Wenn das Gerät nun länger als 3 Stunden tief unter Wasser verbleibt, verkürzt sich die Laufzeit eventuell recht deutlich, da ein Kurzschluss durch ins Gerät eingedrungenes Wasser sein übriges tut.
Ach ja: Das Gerät ist tatsächlich wasserdicht und ließ sich zumindest nach einem Wasserbad noch prima als MP3-Player benutzen.



















15. Juni 2009 um 17:49 Uhr
[...] im Handel erhältlich und kostet 59,99 Euro. Trendpiraten.tv hat den Player jetzt schon getestet. Hier können Sie den Bericht [...]
14. Juli 2009 um 20:47 Uhr
[...] Trendpiraten haben sich mal die Mühe gemacht, ein Exemplar bestellt und in Fast-Real-Bedingungen getestet. Den [...]
20. November 2009 um 13:48 Uhr
Ich habe das Gerät seit 3 Monaten beim Laufen und im Schwimmbad im Einsatz. Beim laufen ,da ich bei jedem Wetter laufen möchte und nach 2h ich pitsch nass bin und das bei den herkömlichen ´MP3 Playern keinen Sinn macht ,da sie ausgehen.
Im Schwimmbad läuft es super ausser ,dass man je nachdem wie der Druck im Ohr ist man die Lautstärke nicht voll hört.
Ich benutze im Schwimmbad den Armschleife nicht sondern vertaue es unter der Badekappe was so dem Wasserwiderstand und dem Kabelsalat beim Schwimmen entgegenwirkt.
Es funktioniert gut.
Kann das Gerät nur empfehlen obwohl die Lautstärke beim Schwimmen höher sein müsste.
13. Juli 2010 um 14:05 Uhr
ich habe das Gerät gerade neu und bin noch in der Testphase. Leider ist die Bedienungsanleitung nicht sehr ausführlich, so muß man für jede Frage ins Internet. Beim Schwimmen ist er gut wenn man auf ganz Laut stellt. Leider muß er bei mir nach jedem Schwimmen neu geladen werden 3 Stunden stimmen also nicht