21. April 2009 - 15:06 Uhr
Eben noch gedacht - und schon gewittert

Eben noch gedacht - und schon gewittert

Adam Wilson, seines Zeichens Doktorand der Biomedizin an der University of Wisconsin-Madison, hat Anfang April seine erste Nachricht getwittert. „Phantastisch!” mag man jetzt denken. Ist so etwas jetzt schon eine Trendpiraten-News wert? Richtig, denn Adam hat den Text “SENT FROM BCI2000 USING EEG TO SEND TWEET” nicht getippt, sondern Kraft seiner Gedanken und mit Unterstützung einer kleinen Apparatschaft namens „Brain Machine Interface” hinaus in die Welt geschickt. Details und Video nach dem Break.

Adam ist Mitglied einer Forschungsgruppe um Assistenzprofessor Justin Williams. Diese Gruppe arbeitet an Möglichkeiten, Patienten, die aufgrund einen Schlaganfalls oder Amyotropher Lateralsklerose (ALS) zwar bei vollem Bewusstsein, aber außer Stande sind zu motorischen Bewegungen, Mittel an die Hand zu geben, die eine Kommunikation erleichtern. In diesem Fall gelang es Adams mit seinen Gehirnströmen Buchstaben auf dem Computerdisplay auszuwählen. Er vergleicht diese Art der Texteingabe mit SMS schreiben: „Nicht besonders schnell – aber es gibt hier einige, die so bis zu acht Zeichen pro Minute eingeben können.”

Gefunden bei: Telegraph.co.uk

Geschrieben von MIB \\ Tags: , , , , ,

2 Kommentare zu “Twittern mit Hirn”

Markus Möller sagt:

Acht Zeichen pro Minute? Das wäre dann eine gute viertel Stunde für einen 140 Zeichen Tweet. Der Blog-Post würde so übrigens knappe zweieinhalb Stunden in Anspruch nehmen.

Na, hoffentlich läßt sich die Geschwindigkeit noch ein wenig steigern

DrEvil sagt:

Bin mal gespannt was du machst wenn du an ALS erkrankt bist und einfach nur was trinken möchtest ;-).

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