11. Februar 2009 - 14:25 Uhr
Kostest Zwitschern bald Zaster?

Kostest Zwitschern bald Zaster?

Micro-Blogging ist zur Zeit in aller Munde. Barack Obamas Wahlkampagne, die Geiselnahme in Mumbai und zuletzt die Notwasserung des Airbus A320 im Hudson River haben klar gemacht, was für ein Potential in diesem auf magere 140 Zeichen begrenzten Dienst steckt.

Auch Unternehmen wie Dell oder T-Mobile sind unlängst auf diesen Zug gesprungen und nutzen das „Zwitschern” als direkten und äußerst hippen Marketing-Kanal.
Alle freuen sich. Bis auf einen: Twitter, Inc. — Web 2.0 ist ja echt cool – aber: wie soll man damit Geld verdienen?
 

„Wir geben mehr Geld aus, als wir einnehmen.” So lapidar steht es auf der Homepage von Twitter — und ihr Mitgründer Biz Stone findet das inzwischen wohl auch nicht mehr ganz so cool. In einem Interview mit dem britschen Marketing-Magazine sagte er kürzlich:

„We are noticing more companies using Twitter and individuals following them. We can identify ways to make this experience even more valuable and charge for commercial accounts.”

Das schlug natürlich ein wie eine Bombe. Bob Pearson, der Community-Verantwortliche bei Dell, würde sich nach anderen Kanälen umsehen wollen, wenn jetzt alles plötzlich kompliziert und kostenpflichtig würde. Aber auch ganz normale „Twitterer” waren von Stones Idee wenig begeistert.
Um weiteren Gerüchten das Wasser abzugraben hat Stone deshalb im Twitter-Blog eine Differenzierung nachgereicht:

„It’s important to note that whatever we come up with, Twitter will remain free to use by everyone—individuals, companies, celebrities, etc. What we’re thinking about is adding value in places where we are already seeing traction, not imposing fees on existing services.”

Im Klartext: Knete muss rein – nur das Geschäftsmodell fehlt noch. Das erinnert doch stark an die „guten, alten” Zeiten vor dem Dot-Com-Crash.

PS: Ein toller Artikel, in dem es genau um dieses Thema geht, findet sich übrigens bei NYmag.com

Geschrieben von MIB \\ Tags: , , , , , ,

1 Kommentar zu “Twitter – Geht „kostenlos” bald flöten?”

Blabbermouth sagt:

Na, das hat sich dann ja wohl (erstmal) auch erledigt: News-Update

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