29. Januar 2009 - 15:30 Uhr
animoto.com

Musikvideos aus der Wolke

Den Geeks unter Euch entlockt eine News über den Online-Dia-Show-Generator animoto.com vielleicht nur ein müdes Lächeln. “Alter Hut!” Klar, stimmt irgendwie. Aber, da unsere anstehende Trendpiraten-Folge dem Thema “Cloud Computing” tief in die Augen blickt, wollen wir anhand dieses Online-Services mal darstellen, was es so mit dem Wölkchen-Rechnen auf sich hat.

Und natürlich erklären wir auch allen Nicht-Nerds, wie dieses coole Tool funktioniert.

Dia-Shows sind öde. Trotz Salzgebäck und Bier fehlt meist das gewisse Prickeln. animoto bietet nun seit einiger Zeit schon eine verdammt coole Lösung für dieses Problem – und die Handhabung dieses Online-Tools ist Web 2.0-mässig simpel: Man lädt seine Fotos auf den Server hoch und wählt einen Soundtrack zur Untermalung. Anschließend rödelt das Tool los unter liefert in kurzer Zeit eine Slideshow, die vom Look & Feel mehr an ein semiprofessionelles Musik-Video erinnert als an Opas Dia-Abend. (Unten seht ihr übrigens ein Ergebnis, für das ich nicht mal fünf Minuten gebraucht habe).

Bei animoto kann man kostenlos Musik-Dia-Shows erstellen, wenn sie eine Länge von 30 Sekunden nicht überschreiten und maximal 15 Bilder dafür verwenden. Sollen längere Videos erstellt werden, kostet das in Low-Quality $3, für High-Quality-Videos muss man noch mal $2 drauflegen – nicht überteuert, finde ich.

Aber der wahre Clou dieses Tools liegt unter der Haube. Der komplizierte Algorithmus, der die Bilder mit der Musik in Verbindung setzt (mittels „Cinematic Artificial Intelligence“), ist naturgemäß irre rechenaufwändig. Da werden zunächst die Bilder analysiert, dann die Musik gescannt, um an Ende schließlich alles zusammenbringen zu können. Genau diese Rechenleistung entnehmen die Macher von animoto der „Cloud“ – genauer: Dem Web Service AWS von Amazon. Ein Rechnerverbund fungiert als Zulieferer des animoto-Renderparks und ermöglicht erst, dass solch hochkomplexe Anwendungen überhaupt performant durchgeführt werden können.

Was weiter für ein anerkennendes “Wow!” sorgt: Es ist erschreckend einfach, sowohl eigene Bilder aus flickr, photobucket und Co. einzubinden, als auch, das Video am Ende in den persönlichen Blog einzubinden. Gewissermaßen ein “Push-One-Botton”-Ding. Großartig. Hier zeigt sich die Stärke der Wolke – die gerade darin besteht, dass unterschiedliche Cloud-Anwendungen mittels API miteinander sprechen können. Da kommt noch Großes auf uns zu – auch und besonders in der anstehenden Trendpiraten-Folge …

Geschrieben von MIB \\ Tags: , , , , ,

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