22. Dezember 2008 - 17:05 Uhr
Bald Feierabend für Videoclips?

Bald Feierabend für Videoclips?

Eigentlich ist YouTube für die Musikindustrie eine Goldgrube. Alleine in den USA schauen monatlich über 100 Millionen Besucher auf dem Videoportal vorbei. Und die wollen hauptsächlich eins: Musikvideos. Oder warum sonst sind unter den Top Ten-YouTube-Channels gleich sieben (!) vertreten, die ausschließlich Musik streamen?

Die Leute, die bei Warner Music sitzen, scheint das allerdings nicht die Bohne zu kümmern und lassen einfach mal alle Musikinhalte, die von Warner stammen (ja, auch die, die „nur” lizensiert sind), sperren. Und so war dann schon am Samstagabend (vorerst?) Schluss mit lustig für all jene, die sich mal wieder ein Led Zep- oder Madonna-Video anschauen wollten.

Das paradoxe: Andere Plattenfirmen wie Universal Music verdienen einen Haufen Kohle, indem sie YouTube Videos zur Verfügung stellen. Denn durch ein ausgeklügeltes Vergütungssystem kann sich Universal ein dickes Stück vom Werbekuchen abschneiden. Rio Caraeff, Vize-Boss bei Universal spricht von „Abermillionen von Dollar”.

Da fragt man sich doch echt ernsthaft, was bei Warner schief läuft. Kriegen sie den Hals nicht voll oder sind sie einfach nur ignorant? Wäre ja nicht das erste Mal in der neueren Geschichte der Musikindustrie, dass man das Potenzial des Webs verpennt hat.

Entdeckt bei: latimes.com

Geschrieben von Florian \\ Tags: , ,

1 Kommentar zu “YouTube – Universal Music zeigt Warner Music wie’s geht”

Hubert sagt:

Mittlerweile hat Warner es nun auch tatsächlich geschafft, einen Deal mit YouTube abzuschließen. Hätte sich der Konzern weiterhin gegen die Veröffentlichung der Videos gewehrt, wäre das mit Sicherheit ein riesiger finanzieller Verlust gewesen. In der heutigen Zeit muss man einfach mit der Technologie mitgehen und da helfen auch keine Zensuren!

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