17. November 2008 - 15:19 Uhr
Tequila: Nicht nur zum Verzehr geeignet

Tequila: Nicht nur zum Verzehr geeignet

Wer hätte es gedacht? Mexikanischen Wissenschaftlern der Universidad Nacional Autónoma in Mexiko City ist es gelungen, synthetische Diamanten herzustellen. Und zwar aus Tequila! Diese hochprozentige Entdeckung verspricht eine günstige Alternative zum edlen Mineral zu sein.

Hergestellt werden die Schnapsdiamanten, indem das Agavengesöff zunächst durch ganz viel Hitze verdampft wird. Die übrig bleibenden Gasmoleküle werden in viele kleine Partikel aufgebrochen und dann unter der Zufuhr von noch mehr Hitze (über 800° C) in kleine Kohlenstoffmoleküle verwandelt, die die Struktur von Diamanten haben. Der Kunstdiamant, der so aus dem zweckentfremdeten mexikanischen Nationalgetränk gewonnen wurde, ist allerdings nur mit einem Elektronenmikroskop zu erkennen. Deshalb wird es diese Entdeckung auch niemals in die Juwelenindustrie schaffen. Allerdings versprechen sich die Wissenschaftler andere vielfältige Einsatzbereiche für die kleinen Dinger. Sie könnten beispielweise eine Alternative zu Computerchips aus Silikon sein oder als ultrafeine Schneidewerkzeuge in der Medizintechnik dienen.

Der große Vorteil der Fuseljuwelen: Sie sind extrem billig, denn sie können selbst aus den billigsten Tequilasorten hergestellt werden. Und die kosten in Mexiko ungefähr zwei Euro pro Flasche – und verursachen trotzdem keinen Kater.

Geschrieben von Florian \\ Tags: , , ,

1 Kommentar zu “Edelsteine aus Schnaps”

Sylvia sagt:

jetzt sollen wir uns die “girls best friends” also nur noch unter dem elektronenmikroskop ansehen dürfen? bei aller liebe zum tequila, aber die echten, farblosen Kohlenstoffkristalle in ansehnlicher größe wie bei http://www.carat-online.at/diamant-diamanten/ sind mir doch um einiges lieber ;-)

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