
Ist das Leben nicht schön?
Es gibt nicht nur Spirituosen sondern auch Tage, die echt den Wurm drin haben: Beim Frühstück am Kaffee verschluckt und das Hemd versaut. Der Regionalexpress hat dann endlos Verspätung, keinen Sitzplatz mehr und nur noch ein duftes Eckchen beim Klo. Verspätet eilt man ins Büro, geschafft – aber keiner ist da. – Oh Mann, heute ist doch der Betriebsausflug, hab’ ich total vergessen!
Für kleinere und größere Malheurs gibt es nun eine Anlaufstelle im Web. In der Community F***myLife.com kann jeder, der glaubt, sein Leben sei endgültig an einem Tiefpunkt angelangt, anderen davon berichten. So etwas ist schon mal eine verbale Befreiung. Das hilft ein wenig. Leidensgenossen können zusätzlich noch ihr Mitgefühl per Voting ausdrücken (“Oh, Mann, das ist echt hart.”).  Oder gegebenenfalls auch böse kontern (“Hast es wirklich verdient!”).
Auch negative Kritik kann ja manchmal helfen. Sie bietet die Chance, seinen eigenen kleinen Kosmos mit ein bisschen Abstand zu betrachten. Vielleicht gelingt es dann sogar, die Tatsache, mit offener Hose eine Präsentation vor 20 Leuten gehalten zu haben, mit einem leisen Lächeln locker wegzustecken.




















18. November 2008 um 10:39 Uhr
Sehr amüsant. Und wenn man dem Leiden des Tages mit der nötigen Brise selbstironischen Humors begegnen kann, dann tut es auch schon gar nicht mehr so weh… Hauptsache, alle können mitlachen!
22. Februar 2009 um 17:21 Uhr
Sieht fast genauso aus, wie das alt bekannte Beichthaus.com
28. April 2009 um 12:36 Uhr
Es gibt auch ein deutschsprachiges Projekt mit einem ähnlichen Konzept:
http://www.so-ein-mist.de